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SPS Whitepaper - Datenmanagement in der Automatisierungstechnik mit AUVESY

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„Wenn ich als

„Wenn ich als Anlagenbauer sehe, da ist ein Fehler drin, dann muss ich nachvollziehen können, in welchem Kundenprojekt welche Version eingesetzt wurde.“ herstellung, von Soll-Wert-Sätze verwendet. Des Weiteren entwickeln wir ein Produkt, das sich ‘Soll-Wert und Parameter-Management’ nennt, was dann mehr in diese Richtung geht. Dabei geht es darum, ganz gezielt aus Sicht der Produktion, Sollwerte zu überwachen und zu verwalten bis hin zur Wiederherstellung von Sollwertsätzen. Wenn man das Engineering als solches betrachtet, wo drückt die Anwender aus Ihrer Sicht am meisten der Schuh? Schnäbele: Die haben die Aufgabenstellung, für unterschiedlichste Kunden unterschiedlichste Projektierungsdaten für SPS, HMI etc. auch tatsächlich im Blick zu behalten. Es gibt ja im Bereich Engineering auch eine starke Tendenz, Standardmodule zu verwenden. Z.B. habe ich für das SPS-Programm einen Standard-Baustein für die Steuerung einer Rollenbahn, von dem gibt es mittlerweile zehn Versionen, die in unterschiedlichen Kundenprojekten in unterschiedlicher Version verbaut sind. Und wenn ich als Anlagenbauer sehe, da ist ein Fehler drin, dann muss ich nachvollziehen können, in welchem Kundenprojekt welche Version eingesetzt wurde. Dann kann ich mir überlegen, welche Maßnahmen für die betroffenen Kundenprojekte zu ergreifen sind. Des Weiteren besteht bei größeren Projekten die Herausforderung darin, während der Inbetriebnahme beim Kunden den Überblick zu behalten. Je nach Projekt kann sich das ja auch über etliche Monate hinziehen. Teilweise mit vielen beteiligten Programmierern, mit Teams, deren Zusammensetzung sich immer wieder ändert. Ohne ein System wie versiondog ist es schwierig sicherzustellen, dass jederzeit die aktuelle Version von allen Daten verfügbar ist. Es gibt im VDMA einen Arbeitskreis, der sich mit Datenschnittstellen beschäftigt, da geht es um MCAD, ECAD und Steuerungsdaten und darum einen besseren Datenfluss herzustellen. Sind das auch Themenfelder, auf denen Sie sich als Unternehmen bewegen, also tangiert das auch die Dinge, die Sie rund um versiondog tun? Schnäbele: Ja, auf jeden Fall. Es geht ja nicht nur um SPS-Programme oder Visualisierungs-Applikationen, sondern auch um ECAD-Pläne oder die Dokumentation, also alle diese Dinge, die außen rum oder im Vorfeld notwendig sind. Wir können alle PCbasierten Daten verwalten. Für etliche Datentypen, die ein proprietäres Format haben, bieten wir eine spezielle Unterstützung. Wir wären froh, wenn mehr Hersteller eine definierte Schnittstelle hätten, die wir direkt verwenden können, ohne dass wir da immer entsprechenden Entwicklungsaufwand investieren müssen. Über einen Standard würden wir uns also freuen. Wenn Sie betrachten, was das Produkt an Funktionalität bietet und Sie schauen dann einige Jahre weiter, können Sie sich vorstellen, dass es noch in andere Bereiche reinwächst? Schnäbele: Grundsätzlich kann ich mir das schon vorstellen. Momentan ist es aber nicht geplant, abgesehen von dem vorhin erwähnten Sollwert- und Parameter-Management. Mit dem Thema Datenmanagement für die Automatisierungstechnik bewegen wir uns in einem Markt, der weit von der Sättigung entfernt ist. Es gibt da keine Marktstudien, aber ich gehe davon aus, dass das, was wir in Deutschland bisher an Markt-Abdeckung erzielt haben, sicherlich unter einem Prozent liegt und weltweit ist das sicher noch eine Größenordnung weniger. Insofern macht es nur bedingt Sinn, die Finger nach allen möglichen Bereichen auszustrecken, solange es hier noch einen riesigen weißen Fleck gibt. Aber auszuschließen ist es nicht. Das hängt natürlich auch vom Wettbewerb ab, den es aber momentan fast gar nicht gibt. Wo glauben Sie, dass sich generell das Thema Engineering hin entwickelt? Wir reden beispielsweise in der SPS-Programmierung schon lange drüber, dass Hochsprachenprogrammierung mit Objekt-Orientierung einzieht. Schnäbele: Das ist nicht so einfach zu sagen. Ich denke, es gehört eine gewisse Mentalität zur objektorientierten Programmierung. Um die zu erreichen, ist auch ein entsprechender Aufwand für Schulung und Weiterbildung notwendig. Das ist ähnlich wie in der PC-Programmierung, da ging es vor etlichen Jahren mal los von C zu C++, da konnte man objektorientiert programmieren. Die meisten haben zwar einen C++ Compiler verwendet, aber trotzdem weiter C programmiert. Ansonsten ist es meine Beobachtung, dass die Entwicklung in der Automatisierungstechnik nicht so rasend schnell geht, wie in anderen Bereichen, vor allem der normalen IT. Wenn einer eine Produktionslinie baut die 20 Jahre laufen muss, dann hat er einen anderen Ansatz, wie eine Firma, die gerne mal etwas Neues ausprobiert. Inwieweit tangiert Sie die Entwicklung in Richtung Tablets, Mobil etc.? „Ohne ein System wie versiondog ist es schwierig sicherzustellen, dass jederzeit die aktuelle Version von allen Daten verfügbar ist.“ 20

Schnäbele: Das ist durchaus ein Thema für uns. Zum einen, um tatsächlich auch solche Mobil-Geräte zu unterstützen, zum anderen um auch eine gewisse Rückwärts-Kompatibilität sichern zu können. Wir werden voraussichtlich Anfang nächsten Jahres die erste Version unseres Webclients haben. Das ist für uns bisher nicht so dringend gewesen, weil unsere Software ja installationslos läuft. Trotzdem hat ein Webclient natürlich den Vorteil, dass er prinzipiell unabhängig von verwendeter Hardund Software ist. Man kann damit auf dem iPhone einen Vergleich von Projektdaten initiieren, zum Beispiel von einem S7- Programm oder von einer CoDeSys-Applikation und sich das Vergleichsergebnis auf dem iPhone betrachten. Ist da der Abgleich und die Aktualisierung über Cloud auch ein Thema? Schnäbele: Bisher gab es nur einmal eine Nachfrage. Da müsste ich ja Automatisierungsgeräte aus der Produktion mit einem Cloud Server übers Internet verbinden. Das hieße, die Produktions- und Projektierungsdaten, die ja teilweise auch eine Menge Know-how enthalten, lägen dort. Demgegenüber gibt es die Bestrebung, die Automatisierungsanlagen mehr gegen externen Zugriff zu sichern, was auch damit zusammenhängt, dass in solchen Anlagen häufig auch recht alte Rechner stehen. Wir haben z.B. relativ viele Kunden, die noch Windows NT Rechner einsetzen. Da ist es sicherlich auch nicht gewünscht, ein neues Schlupfloch aufzubauen. Vielen Dank für das Interview. www.versiondog.de ■ Kontakt: AUVESY GmbH & Co KG Fichtenstraße 38 B 76829 Landau in der Pfalz, Germany Tel +49 (0)6341 6810-300 Fax +49 (0)6341 6810-311 E-Mail info@auvesy.de 21

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